Interview mit unserer Chorleiterin Lin Lin


Wie bist du zur Musik gekommen?

Mit drei Jahren habe ich mich schon im Kindergarten als Moderatorin und Sängerin geübt und machte gerne bei Kindershows mit.  Das Klavierspielen fing ich mit sieben Jahren an. Außerdem habe ich von 7 bis 14 Jahren im Chor gesungen.
 
Da hast du aber schon früh angefangen. Spielst du denn noch andere Instrumente?

Ja. Neben Klavier spiele ich noch Liuqin, ein chinesisches Zupfinstrument.

Wie ist denn deine musikalische Ausbildung?

Ich habe an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der Musikhochschule Köln Klavier studiert und außerdem noch ein Aufbaustudium im Fach Instrumentalpädagogik und ein Zusatzstudium in Liedbegleitung abgeschlossen.

Was machst du noch beruflich mit Musik?

Also, ich arbeite auch als Korrepititorin, als Klavierlehrerin und leite noch andere Chöre. Außerdem bin ich noch in verschiedenen Projekten aktiv, u.a. Musicals, Theater und Kinderopern.

 Aha, was ist denn eine Korrepititorin?

Als Korrepititorin begleite ich am Klavier Sänger oder Chöre zum Einstudieren der Stücke. Währenddessen ersetze ich quasi ein großes Orchester. Außerdem unterstütze ich die Sänger dabei, die Musik und Texte zu verstehen und zu fühlen.

Wie bist du denn Chorleiterin geworden?

Ach, das war zufällig. Während meines Studiums habe ich auch in einem Chor gesungen. Da war ich erst die Vertretung der Chorleiterin, bis ich den Chor dann selber übernommen habe.

Magst du auch etwas Privates über dich erzählen?

Ja. Ich habe einen kleinen Sohn, der bald in die Schule kommt und (noch) kein Klavier spielt (lacht). Aber er übt fleißig ...

Was hältst du denn von deinem Chor Taktgefühl?

Ich mag die vielen individuellen Stimmen. Es war viel Arbeit aus anfänglich neun Frauen, die alle glaubten sie könnten ganz gut singen, einen harmonischen Chor zu formen.
Heute freue ich mich, dass mittlerweile 28 Frauen dabei sind, die ich einteilen kann, so dass wir mehrstimmige Lieder singen können.

Was macht denn Musik mit dir?

Musik macht mir einfach gute Laune und berührt mich. Ich bin sehr froh, dass ich Musik zu meinem Beruf machen konnte. Eine echte Berufung (lacht!). Ich bin sehr stolz auf meinen Beruf. Ich höre ja auch nicht nur klassische Musik sondern auch ganz gerne Popsongs, was man an unserem Repertoire ja ganz gut erkennen kann.

Vielen Dank für das Gespräch!




sloagen